eatappie offiziell auch für ErwachseneEin weiterer Schritt zur Entlastung der Versorgung bei Essstörungen
Nach intensiver Weiterentwicklung freuen wir uns, eatappie ab sofort auch Erwachsenen ab 18 Jahren zur Verfügung stellen zu dürfen – zertifiziert, sicher und fachlich geprüft.
Die App kann in unterschiedlichen Behandlungsschritten sinnvoll eingesetzt werden:

In der Wartezeit auf einen Therapieplatz:
Stabilisierung im Alltag, kennenlernen therapeutischer Inhalte, Verständnis für sich und die Erkrankung entwickeln, und Aufbau von Therapiemotivation.

Während der Therapie:
Begleitende Dokumentation von Essverhalten und Emotionen, und Unterstützung der Selbstreflexion im Rahmen eines Blended-Care-Ansatzes.

Nach der Therapie (Phase erhöhter Rückfallgefährdung):
Rückfallprophylaxe, Aufbau stabiler Routinen, Stärkung der Alltagskompetenz.

Wie Sie wissen, ersetzt eatappie keine Therapie, sondern stärkt die Versorgung dort, wo im Alltag häufig Begleitung fehlt.
eatappie soll auch 2026 dazu beitragen, Versorgung zu entlasten, Übergänge stabiler zu gestalten und Patient:innen kontinuierlich zu unterstützen – vor, während und nach einer Therapie.Wenn der Jahresanfang für Betroffene zum Risikomoment wirdDer Jahresbeginn gilt gesellschaftlich als Phase des Neubeginns und der Selbstoptimierung. Klinisch betrachtet stellt diese Zeit für viele Patient:innen mit Essstörungen jedoch eine hochvulnerable Phase dar. Diätkulturelle Narrative, restriktive Ernährungsprogramme und „Disziplin“-getriebene Vorsätze nehmen rund um den Jahreswechsel deutlich zu.

Was als „gesunder Neustart“ gerahmt wird, geht bei Betroffenen häufig mit erhöhtem Symptomdruck, Rückfällen und intensiven Kontrollmechanismen einher und steht damit nicht selten im direkten Widerspruch zu therapeutischen Zielen.Viele Patient:innen berichten, dass bereits sozial akzeptierte Aussagen wie „Ab Januar  nehme ich richtig ab“ erheblichen inneren Stress auslösen.

Für uns als Fachpersonen bedeutet das: 
Der Jahresbeginn erfordert besondere Sensibilität, klare psychoedukative Einordnung und eine recovery-orientierte Haltung.Diät-Mindset vs. Recovery-Haltung – eine klinisch relevante Perspektive Der Jahresbeginn bietet eine wertvolle Gelegenheit, mit Patient:innen dysfunktionale Vorsätze und innere Glaubenssätze zu reflektieren.

Die folgende Gegenüberstellung nutzen wir bei eatappie häufig als psychoedukatives Instrument:

Ungesunde (Trigger-)Vorsätze:

„Ich nehme endlich ab.“

„Ich esse nur noch clean.“

„Ich entgifte meinen Körper.“

„Ich brauche mehr Disziplin.“

„Ich mache jetzt jeden Tag Sport.“

„Dieses Jahr ziehe ich die Diät wirklich durch.“

„Ich faste erstmal zwei Wochen, um reinzukommen.“

Solche Sätze kommen aus einem Ort der Angst und Kontrolle. Sie steigern den Druck und lassen wenig Raum für Heilung.

Recoveryorientierte Vorsätze:

„Ich achte auf meinen Körper, statt ihn zu kontrollieren.“

„Ich entscheide mich aktiv für meinen Weg aus der Essstörung.“

„Ich lasse mir helfen – ich muss das nicht allein schaffen.“

„Ich gehe meinen Weg Schritt für Schritt – in meinem Tempo.“ 

Diese Haltungen stärken Selbstwirksamkeit, fördern emotionale Stabilität und unterstützen nachhaltige Veränderung.

Genau hier kann eatappie ergänzend unterstützen – mit einem 12-Wochen-Programm zur Strukturierung, Selbstreflexion und Stabilisierung im Alltag.
Mehr dazu: Hier klicken.