Wer steckt eigentlich hinter Essstörung24.de ?
Servus, mein Name ist Hagen Febry.
Ich beschäftige mich mit dem Thema Essstörung seit über 10 Jahren (u.a. 8 Jahre stationär in der Klinik-Lüneburger-Heide) und habe über die lange Zeit und im Kontakt mit über 2.500 Patient:innen, Angehörigen (Geschwister, Eltern und Partner:innen), Mitbehandler:innen, Institutionen (Kliniken, betreute Wohneinrichtungen, Jugendämter, gesetzliche Betreuer:innen) und Kolleg:innen viel über das Störungsbild lernen können. Am meisten ist mir während meiner Arbeit im Kontakt mit allen Beteiligten immer wieder aufgefallen, wie wenig über das Störungsbild Essstörung bekannt ist – trotz möglicherweise vieler stationärer Voraufenthalte oder langjährigen ambulanten Therapien.
Dies hat zum einen sicherlich mit der Komplexität und Schwere der Erkrankung und dem damit zusammenhängenden Leid bzw. der Überforderung aller Beteiligten zu tun, aber insgesamt lässt sich schon feststellen, dass das Informationsangebot hinsichtlich seiner Übersichtlichkeit oder Tiefe sehr zu wünschen übrig lässt. Selbst Expert:innen müssen im Internet teils lange Recherchen betreiben, um essstörungsrelevante Informationen herauszufiltern.

Meist ist diese dann bestenfalls für Personen mit wissenschaftlichem Hintergrund aufbereitet (es gibt inzwischen eine bedeutsam angestiegene Vielzahl veröffentlichter Studien zum Thema Essstörungen) – nicht aber für den unwissenden Laien. Dazu kommt natürlich, dass Menschen mit Essstörungen (oder ihre Angehörigen) oft überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen zu suchen: Die berühmte Nadel im Heuhaufen. Das ist frustrierend und oft entmutigend. Ich persönlich glaube, dass dies zur Chronifizierung und Mortalität dieses Störungsbildes beiträgt.
Deswegen habe ich mich Mitte 2022 entschieden – und arbeite seither fortlaufend daran – dieses Projekt: Essstörung24.de ins Leben zu rufen. Ich hoffe wirklich, ihr könnt etwas damit anfangen und findet hier (erste) hilfreiche und lesenswerte Informationen rund um das Thema. Für diejenigen unter euch, die gern persönlich von mir beraten werden wollen, findet ihr auf der Homepage genügend Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme – Viel Spaß beim Lesen!
An dieser Stelle danke ich meiner Familie – insbesondere meiner Tochter, die mich beinahe täglich inspiriert – für ihre großartige Unterstützung.
Curriculum Vitae
Name: Hagen Febry (geb. Schmidt) – Geburtsdatum : 5. Januar 1982 (in Deutschland)
Akademischer Werdegang
| seit Januar 2018 | Medizinische Fakultät Heidelberg der Ruprecht-Karls-Universität Promotionsvorhaben „kognitive Remediationstherapie bei Anorexia Nervosa – eine randomisiert kontrollierte Studie“ |
| seit Juni 2015 | IfP Hamburg (jetzt angegliedert an das UKE Hamburg) lfd. Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (TP) |
| 01.10.2012 bis 30.09.2014 | Friedrich – Schiller – Universität Jena Psychologie, Master of Science – Kognitive Psychologie und Neuropsychologie Thema der Masterarbeit: Auswirkung von stationärer Psychotherapie auf psychische und physische Symptome bei Patienten mit Essstörungen |
| 01.10.2009 bis 30.09.2012 | Friedrich – Schiller – Universität Jena Psychologie, Bachelor of Science Thema der Bachelorarbeit: Häufigkeit und Determinanten der Dysmorphophobie in einer Stichprobe dermatologischer Patienten |
| 01.10.2003 bis 30.09.2006 | Berufsakademie Berlin Betriebswirtschaftswissenschaften (Fachrichtung Industrie; Abschluss Diplom-BA) |
| 1994 – 2001 | Max – Steenbeck – Gymnasium Cottbus Abschluss: Abitur (Mathematik, Biologie, Englisch) |
Beruflicher Werdegang
seit Januar 2023 in eigener Praxis (Am Sande 13; 21335 Lüneburg: www.hagenfebry.de)
| 01.01.2015 – 31.12.2022 | Klinik Lüneburger Heide GmbH & Co. KG Bezugstherapeut, Teamleitung Psychologen, Umsetzung wissenschaftlicher Studien, kognitive Remediationstherapie (CRT), DBT-Skills-Training, QMB |
| Juli bis September 2014 | Universitätsklinikum Jena, Psychosomatik (Prof. Dr. Strauß) ressourcenorientierte Gruppen- und Einzeltherapie (unter Leitung OÄ Dr. S. Mohr & Dr. M. Koschke) |
| Februar bis August 2012 | Universitätsklinikum Jena, Psychosomatik (Prof. Dr. Strauß) Studienbedingtes Praktikum, Erhebung für die Bachelor-Thesis |
| 2011 bis 2013 | Universitätsklinikum Jena (Pflegeunterstützung als studentische Hilfskraft auf der Onkologie) |
| 2009 bis 2011 | Studierendenrat FSU Jena Haushaltsverantwortlicher (2 Legislaturperioden) |
| März 2007 bis Februar 2009 | Handwerkskammer Cottbus Assistent der Geschäftsführung, im leitenden Projektteam der landesweiten Einführung des neuen Corporate Designs (Wir sind das Handwerk) |
| 2009 bis 2012 | BASF Schwarzheide GmbH (duales Studium) |
Publikationen
1. Brockmeyer T, Schmidt H, Leiteritz-Rausch A, Zimmermann J, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C. Cognitive remediation therapy in anorexia nervosa – a randomised con-trolled trial. Randomized Controlled Trial J Consult Clin Psychol. 2021 Oct;89(10):805-815.
https://doi.org/10.1037/ccp0000675
2. Blomberg M, Schlegel K, Stoll L, Febry H, Wuensch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T. Reduced emotion recognition from nonverbal cues in anorexia nervosa. European Eat Disorders Review: Volume29, Issue6; November 2021; Pages 868-878
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/erv.2860
3. Palmer S, Gronemann J, Mattler U, Febry H, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T. No effect of very brief exposure to masked food pictures on fear of food in anorexia nervosa. European Eating Disorders Review, advance online publication.
https://doi.org/10.1002/erv.2835
4. Preis MA, Schlegel K, Stoll L, Blomberg M, Schmidt H, Wuensch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T (2020). Improving emotion recognition in anorexia nervosa: an experimental proof-of-concept study. International Journal of Eating Disorders, 53, 945-953.
https://doi.org/10.1002/eat.23276
5. Brockmeyer T, Burdenski K, Anderle A, Voges M, Vocks S, Schmidt H, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C (2020). Approach and avoidance bias for thin-ideal and normal-weight body shapes in anorexia nervosa. European Eating Disorders Review, 28:536-550.
https://doi.org/10.1002/erv.2744
6. Bendix M-C, Stephan M, Noehre M, Wuensch-Leiteritz W, Schmidt H, Tiegs G, Harder J, de Zwaan M. (2020). Antimicrobial peptides in patientswith anorexia nervosa: comparison with healthy controls and the impact of weight gain. Scientific Reports, 10(1):22223.
https://doi.org/10.1038/s41598-020-79302-1
7. Brockmeyer T, Anderle A, Schmidt H, Febry S, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C (2018). Body image related negative interpretation bias in anorexia nervosa. Behaviour Re-search and Therapy, 104, 69-73.