Wer steckt eigentlich hinter Essstörung24.de ?

Servus, mein Name ist Hagen Febry.

Ich beschäftige mich mit dem Thema Essstörung seit über 10 Jahren und habe über die lange Zeit und im Kontakt mit über 2.500 Patient:innen, Angehörigen (Geschwister, Eltern und Partner:innen), Mitbehandler:innen, Institutionen (Kliniken, betreute Wohneinrichtungen, Jugendämter, gesetzliche Betreuer:innen) und Kolleg:innen viel über das Störungsbild lernen können. Am meisten ist mir während meiner Arbeit im Kontakt mit allen Beteiligten immer wieder aufgefallen, wie wenig über das Störungsbild Essstörung bekannt ist – trotz möglicherweise vieler stationärer Voraufenthalte oder langjährigen ambulanten Therapien.

Dies hat zum einen sicherlich mit der Komplexität und Schwere der Erkrankung und dem damit zusammenhängenden Leid bzw. der Überforderung aller Beteiligten zu tun, aber insgesamt lässt sich schon feststellen, dass das Informationsangebot hinsichtlich seiner Übersichtlichkeit oder Tiefe sehr zu wünschen übrig lässt. Selbst Expert:innen müssen im Internet teils lange Recherchen betreiben, um essstörungsrelevante Informationen herauszufiltern.

Meist ist diese dann bestenfalls für Personen mit wissenschaftlichem Hintergrund aufbereitet (es gibt inzwischen eine bedeutsam angestiegene Vielzahl veröffentlichter Studien zum Thema Essstörungen) – nicht aber für den unwissenden Laien. Dazu kommt natürlich, dass Menschen mit Essstörungen (oder ihre Angehörigen) oft überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen zu suchen: Die berühmte Nadel im Heuhaufen. Das ist frustrierend und oft entmutigend. Ich persönlich glaube, dass dies zur Chronifizierung und Mortalität dieses Störungsbildes beiträgt.

Deswegen habe ich mich entschieden – und arbeite nun seit über einem Jahr daran – dieses Projekt: Essstörung24.de ins Leben zu rufen. Ich hoffe wirklich, ihr könnt etwas damit anfangen und findet hier (erste) hilfreiche und lesenswerte Informationen rund um das Thema. Für diejenigen unter euch, die gern persönlich von mir beraten werden wollen, findet ihr auf der Homepage genügend Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme – Viel Spaß beim Lesen!

An dieser Stelle danke ich meiner Familie – insbesondere meiner Frau und meiner Tochter, die mich täglich inspirieren – für ihre großartige Unterstützung.

Curriculum Vitae

Name: Hagen Febry (geb. Schmidt) – Geburtsdatum : 5. Januar 1982 (in Deutschland)

Akademischer Werdegang

seit Januar 2018 Medizinische Fakultät Heidelberg der Ruprecht-Karls-Universität 
Promotionsvorhaben „kognitive Remediationstherapie bei Anorexia Nervosa – eine randomisiert kontrollierte Studie
seit Juni 2015 IfP Hamburg (jetzt angegliedert an das UKE Hamburg)
lfd. Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (TP)
01.10.2012 bis 30.09.2014 Friedrich – Schiller – Universität Jena  
Psychologie, Master of Science – Kognitive Psychologie und Neuropsychologie
Thema der Masterarbeit: Auswirkung von stationärer Psychotherapie auf psychische und physische Symptome bei Patienten mit Essstörungen
01.10.2009 bis 30.09.2012 Friedrich – Schiller – Universität Jena
Psychologie, Bachelor of Science
Thema der Bachelorarbeit: Häufigkeit und Determinanten der Dysmorphophobie in einer Stichprobe dermatologischer Patienten
01.10.2003 bis 30.09.2006 Berufsakademie Berlin
Betriebswirtschaftswissenschaften (Fachrichtung Industrie; Abschluss Diplom-BA)
1994 – 2001 Max – Steenbeck – Gymnasium Cottbus
Abschluss: Abitur (Mathematik, Biologie, Englisch)

Beruflicher Werdegang

01.01.2015 – 31.12.2022 Klinik Lüneburger Heide GmbH & Co. KG
Bezugstherapeut, Teamleitung Psychologen, Umsetzung wissenschaftlicher Studien, kognitive Remediationstherapie (CRT), DBT-Skills-Training, QMB
Juli bis September 2014 Universitätsklinikum Jena, Psychosomatik (Prof. Dr. Strauß)
ressourcenorientierte Gruppen- und Einzeltherapie (unter Leitung OÄ Dr. S. Mohr & Dr. M. Koschke)
Februar bis August 2012 Universitätsklinikum Jena, Psychosomatik (Prof. Dr. Strauß)
Studienbedingtes Praktikum, Erhebung für die Bachelor-Thesis
2011 bis 2013 Universitätsklinikum Jena
(Pflegeunterstützung als studentische Hilfskraft auf der Onkologie)
2009 bis 2011 Studierendenrat FSU Jena
Haushaltsverantwortlicher (2 Legislaturperioden)
März 2007 bis Februar 2009 Handwerkskammer Cottbus
Assistent der Geschäftsführung, im leitenden Projektteam der landesweiten Einführung des neuen Corporate Designs (Wir sind das Handwerk)
2009 bis 2012 BASF Schwarzheide GmbH (duales Studium)

Publikationen

1. Brockmeyer T, Schmidt H, Leiteritz-Rausch A, Zimmermann J, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C. Cognitive remediation therapy in anorexia nervosa – a randomised con-trolled trial. Randomized Controlled Trial J Consult Clin Psychol. 2021 Oct;89(10):805-815.

https://doi.org/10.1037/ccp0000675

2. Blomberg M, Schlegel K, Stoll L, Febry H, Wuensch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T. Reduced emotion recognition from nonverbal cues in anorexia nervosa. European Eat Disorders Review: Volume29, Issue6; November 2021; Pages 868-878

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/erv.2860

3. Palmer S, Gronemann J, Mattler U, Febry H, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T. No effect of very brief exposure to masked food pictures on fear of food in anorexia nervosa. European Eating Disorders Review, advance online publication.

https://doi.org/10.1002/erv.2835

4. Preis MA, Schlegel K, Stoll L, Blomberg M, Schmidt H, Wuensch-Leiteritz W, Leiteritz A, Brockmeyer T (2020). Improving emotion recognition in anorexia nervosa: an experimental proof-of-concept study. International Journal of Eating Disorders, 53, 945-953.

https://doi.org/10.1002/eat.23276

5. Brockmeyer T, Burdenski K, Anderle A, Voges M, Vocks S, Schmidt H, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C (2020). Approach and avoidance bias for thin-ideal and normal-weight body shapes in anorexia nervosa. European Eating Disorders Review, 28:536-550.

https://doi.org/10.1002/erv.2744

6. Bendix M-C, Stephan M, Noehre M, Wuensch-Leiteritz W, Schmidt H, Tiegs G, Harder J, de Zwaan M. (2020). Antimicrobial peptides in patientswith anorexia nervosa: comparison with healthy controls and the impact of weight gain. Scientific Reports, 10(1):22223.

https://doi.org/10.1038/s41598-020-79302-1

7. Brockmeyer T, Anderle A, Schmidt H, Febry S, Wünsch-Leiteritz W, Leiteritz A, Friederich H-C (2018). Body image related negative interpretation bias in anorexia nervosa. Behaviour Re-search and Therapy, 104, 69-73.

https://doi.org/10.1016/j.brat.2018.03.003