Kernbotschaft über das Denken

Mann sitzt auf Couch und spricht mit Therapeut
Ein gestörtes Essverhalten kann dazu führen, dass Betroffene sehr untypisch (im Vergleich zu vorher oder anderen Gleichaltrigen) denken und handeln.
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Ein positives (bzw. nicht negatives) Körperbild und -erleben ist wichtig für eine gesunde seelische Entwicklung. Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper oder Dysmorphobie (verzerrte und überfokussierte Betrachtung des Körpers oder einiger Teile davon) können Essstörungen wesentlich befördern.
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In der juvenilen (Persönlichkeits-)Entwicklung ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild (und eventuell daraus resultierende Probleme) völlig normal. Die anhaltende Beschäftigung mit/ oder das ständige Streben nach „dünn-sein“ bzw. Angst vor einer Gewichtszunahme stellen erhebliche Risikofaktoren für die Entwicklung einer Essstörung dar.

Häufig gestellte Fragen

Mann mit geistiger Störung, Krankheit, Beeinträchtigung, psychiatrischen oder psychologischen Problemen
Wie ist das Gehirn beteiligt?

Betroffene, die an Essstörungen leiden, beschäftigen sich oft mit den Themen Figur, Essen (Kochen), Gewicht, Gesundheit und Bewegung. Zudem besteht eine für außenstehende nicht nachvollziehbare Angst davor, „(zu) fett zu sein“ oder „(zu) fett zu werden“ sowie die fixe/rigide Idee, dass ihr Selbstwert durch ihre Figur und ihr Gewicht bestimmt wird bzw. werden kann. Diese permanente Beschäftigung führt dann häufig zu einer signifikanten Einschränkung anderer Interessen und Aktivitäten, da essgestörte Kognitionen (Denk- und Sichtweisen), „gesundes“ Denken zunehmend verdrängen.

Wenn Betroffene dann zu wenig essen (Mangelernährung, siehe auch ECL-24 „Essen“), wirkt sich dieser Mangelzustand negativ auf Hormon- und Transmittersysteme aus, was rasch zu veränderten Denkmustern führt. So gibt es inzwischen deutliche Belege, dass wir evolutionär im Hungerzustand unser Denken völlig auf Nahrung(ssuche) einengen, um diesen Zustand rasch zu beenden. Dieser Teufelskreis führt dann schnell zu extremen Verstrickungen und immer „schlimmeren“ essgestörten Denk- und Verhaltensmustern. Intellektuelle oder kognitive Aufgaben erfordern zudem immer mehr Anstrengung, da Konzentration, Verständnis, Auffassungsgabe, Urteilsvermögen, Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit abnehmen.

Betroffene, können oft die eigene Situation nicht angemessen beurteilen, da sie – der Störung entsprechend – ja „alles unter Kontrolle haben (wollen)“ und somit Schwierigkeiten haben, ihre Lage als krankhaft oder „außer Kontrolle geraten“ einzuordnen. Zudem sind sie ja zumeist auch davon überzeugt, dass die essgestörten Verhaltensweisen (Nahrungseinschränkung, Gewichtsmanipulationen usw.) dazu beitragen, ihre Probleme zu bewältigen – anstelle zu realisieren, dass die eigenen Probleme dadurch nur verstärkt werden. Das „krankhafte Nichterkennen der eigenen Erkrankung“ wird auch Anosognosie genannt.

Es gibt laufende Forschungen zum Verständnis der Beziehung zwischen dem Gehirn und Ess- und Körperbildproblemen; siehe auch hier: Seite Forschung.

Warum ist das Körperbild so wichtig für die Betroffenen?

„Ein gesundes Körperbild ist ein zentraler Schutzfaktor für ein gesundes Selbstwertgefühl.“ Die Wissenschaft ist sich einig, dass Personen mit einem positiven Körperbild zufriedener mit ihrem Körper sind, sorgsamer mit ihm umgehen und in der Gesellschaft vorherrschende Schönheitsideale kritischer reflektieren können.

Das Körperbild bezeichnet das Selbstbild, das sich eine Person von ihrem Körper macht. Es entsteht aus der visuellen, gefühlsmäßigen und gedanklichen Vorstellung des Körpers: Das Bewusstsein der eigenen Körperlichkeit umfasst alle körperbezogenen Empfindungen und beschreibt den Erlebniszustand.

Wie wir unseren Körper wahrnehmen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, was wir glauben, wie andere unseren Körper sehen. Wie wir selbst unseren eigenen Körper sehen beeinflusst, wie wir ihn akzeptieren und wie wir uns verhalten. Das Körperbild ist von Person zu Person unterschiedlich. Es setzt sich aus vier Ebenen zusammen:

  1. Perzeptive Ebene: „Die Art und Weise, wie wir unseren eigenen Körper wahrnehmen“
    Das Bild, das wir von unserem Körper haben, entspricht nicht immer der Realität. In unserer Gesellschaft nehmen viele Menschen ihren Körper beispielsweise als ausladender oder dicker wahr, als er tatsächlich ist. Das perzeptive Körperbild beschreibt die Differenz zwischen der eigenen Wahrnehmung unseres äußeren Erscheinungsbildes und dem tatsächlichen Aussehen des Körpers.
  1. Affektive Ebene: „Die Gefühle, die wir mit dem Erscheinungsbild unseres Körpers verbinden“
    Das eigene Aussehen und Aspekte der eigenen äußeren Erscheinung sind bei jedem Menschen mit Gefühlen verbunden. Das affektive Körperbild beschreibt den Grad, wie zufrieden oder unzufrieden wir mit unserem äußeren Erscheinungsbild, unserem Gewicht, dem Körperbau oder einzelnen Körperteilen sind.
  1. Kognitive Ebene: Die Gedanken und Überzeugungen, die wir in Bezug auf unseren Körper vertreten
    Welche Gefühle wir unserem Körper und seinem Erscheinungsbild entgegenbringen, hängt oft mit bestimmten Gedanken oder Überzeugungen zusammen. So können junge Menschen mit einem bestimmten Merkmal ihres Körpers unzufrieden sein, weil sie glauben, es habe nicht die richtige Form, Größe oder Farbe. Sie sind mit ihrem Körper unzufrieden, weil er nicht ihrer Vorstellung eines idealen Körperbaus entspricht. Sie wünschen sich, grösser, dünner oder muskulöser zu sein.
  1. Verhaltensbezogene Ebene: „Was wir tun, wenn wir mit unserem Körper nicht zufrieden sind“
    Gefühle der Unzufriedenheit mit dem Körper führen unter Umständen dazu, dass wir bestimmte Aktivitäten meiden, weil sie ein entsprechendes Unbehagen auslösen könnten. Wer mit seinem Körper unzufrieden ist, nimmt zum Beispiel nicht an sportlichen Aktivitäten mit Gleichaltrigen teil.
Wie entsteht eigentlich ein „Körperbild“?
  • gegenseitige Beeinflussung von umweltbedingten Einflüssen und interpersonellen Erfahrungen (z.B. kulturelle Sozialisation, auch durch ein vorherrschendes Schönheitsideal, Feedback, Modelllernen; z.B. in Form von Kommentaren über Körper oder Gewicht von Freunden, Familie usw.),
  • kognitive und emotionale intrapersonelle Faktoren (z.B. Selbstwertgefühl),
  • körperliche Charakteristika (Körpergewicht, physische Erscheinung),
  • das Verhalten (ungesundes/gesundes Essverhalten, Umgang mit dem Körper).
Was ist ein positives Körperbild?

Ein positives Körperbild bedeutet: Die Person fühlt sich in ihrem Körper wohl und ist mit ihrem Körper zufrieden, unabhängig von Gewicht, Körperform oder Unvollkommenheiten. Sie kümmert sich um die eigenen Körperbedürfnisse. Dank ihres guten Selbstwertgefühls lehnt sie unrealistische Körperideale ab, wie sie beispielsweise oft in den Medien dargestellt werden. Positive Verhaltensweisen wie zum Beispiel ausgewogene Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten fördern das positive Köperbild.

Unser Körperbild ist nicht in Stein gemeißelt und wird nicht durch uns alleine geformt; es wird von unserer Umgebung mitbeeinflusst und kann sich entsprechend verändern. Wir können unser Körperbild verbessern, indem wir uns nicht von Zeitschriften oder Onlinemedien vorschreiben lassen, wie ein idealer Körper aussehen soll. Wir entscheiden selber, wie wir unseren Körper sehen und was wir in Bezug auf ihn empfinden und denken.

Wieso ist es wichtig, ein positives Körperbild zu fördern?

Ein positives Körperbild spielt eine wesentliche Rolle für unsere psychische und physische Gesundheit und unsere Entwicklung – nicht nur in Bezug auf die emotionale Beziehung zum eigenen Körper, sondern auch hinsichtlich zahlreicher anderer Lebensbereiche. Menschen mit einem positiven Körperbild verfügen über ein positiveres Selbstwertgefühl, mehr Selbstakzeptanz und eine gesündere Einstellung zu Lebensmitteln, Essen und Bewegung.

Selbstwertgefühl 

Jugendliche, die mit ihrem Körper unzufrieden sind, leiden häufiger unter einem geringen Selbstwertgefühl. Unser Selbstwertgefühl ist Ausdruck davon, wie wohl wir uns mit uns selbst und damit auch in unserem Körper fühlen. Es beeinflusst unsere Selbstachtung und wirkt sich in nahezu jedem Lebensbereich auf unser Verhalten aus. Menschen mit einem positiven Selbstwertgefühl sind im Hinblick auf ihre eigene Persönlichkeit und ihre Handlungen selbstbewusster. Sie sind leistungsfähiger, haben ihr Leben besser im Griff und schließen leichter Freundschaften. Sie haben ein geringeres Risiko, an einer Depression zu erkranken, und ihr allgemeines Wohlbefinden ist besser.

Selbstakzeptanz

Unser Körperbild ist ein wichtiger Bestandteil unserer Identität und unseres Selbstkonzepts.16 Menschen mit einem positiven Körperbild akzeptieren und lieben ihren Körper so, wie er ist. Sie sind weniger empfänglich für die Anforderungen unserer Gesellschaft, die von Mädchen verlangen, übermäßig schlank, und von Jungen, muskulös zu sein. Damit sind Menschen mit einem positiven Körperbild auch weniger von Depressionen betroffen, die auf Gefühlen von Unzulänglichkeit oder Enttäuschung mit der eigenen äußeren Erscheinung beruhen.

Gesunde Einstellung gegenüber Nahrungsmitteln und Essen

Ein negatives Körperbild kann ungesundes und möglicherweise schädliches Essverhalten auslösen. Wenn Menschen die Nahrungsaufnahme einschränken, weil sie abnehmen wollen, werden Lebensmittel oft zum Feind und der Essensakt ist mit Schuldgefühlen assoziiert. Ein positives Körperbild lässt uns die Freiheit, Nahrung und Essen zu genießen – ohne den Druck, zu fasten oder hungrig vom Tisch aufzustehen. Auf den Körper zu hören, zu essen, wann immer wir hungrig sind, und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind Gewohnheiten, die unsere psychische und physische Gesundheit fördern.

Fazit: Warum ist ein positives Körperbild wichtig?

Mit einem positiven Körperbild akzeptieren wir unseren Körper und unsere gesamte Erscheinung so, wie wir sind. Das verleiht uns die Möglichkeit, uns in allen Lebensbereichen weiterzuentwickeln, also unsere geistigen und physischen Möglichkeiten zu erweitern, Freundschaften zu schließen, selbstständig zu werden und unsere spezifischen Stärken und Begabungen ohne Einschränkungen zu fördern.

Was ist Embodiment?

Der Begriff Embodiment wird definiert als „Erfahrungen und Engagement des Körpers mit der ihn umgebenden Umwelt“. Embodiment ist ein psychologisches Konstrukt bzw. ein Erklärungsmodell, und geht einen Schritt weiter als das positive Körperbild. Es versucht, die Verbindung zwischen „Leib“ (also Körper, Materie, Gehirn) und „Seele“ (also Kognition, Psyche, Denken) greifbar zu machen.

Embodiment berücksichtigt fünf Dimensionen

  • Verbindung zwischen Körperlichkeit und Wohlbefinden
  • Wirkung des Körpers (auf sich und andere) und Funktionalität
  • Begehrlichkeit
  • Achtsamer Umgang mit sich selber
  • Den Körper als einen persönlichen Ort bewohnen und nicht einfach als ein Objekt betrachten
Was ist ein negatives Körperbild?

Ein negatives Körperbild bedeutet: Eine Person hegt negative Gedanken und Gefühle in Bezug auf ihren eigenen Körper und ist mit ihrem Körper unzufrieden. Diese Unzufriedenheit beschränkt sich oft nicht allein auf die Körpergröße und den Körperumfang, sondern kann auch Hautfarbe, körperliche Merkmale religiöser oder ethnischer Natur sowie physische Beeinträchtigungen betreffen.

Manchmal sind wir beispielsweise davon überzeugt, dick zu sein, obwohl wir für unsere Größe tatsächlich normal- oder sogar untergewichtig sind. Unsere individuellen Ansichten, Freunde und Familie sowie medial vermittelte Botschaften (vor allem Bilder) beeinflussen unsere Vorstellung, wie wir glauben, aussehen zu müssen. Problematisch ist ein negatives Körperbild dann, wenn der Wunsch, seinen Körper zu verändern, zu einem gesundheitsgefährdenden Verhalten führt oder wenn es die psychische Gesundheit ernsthaft beeinträchtigt.

Wer ist von einem negativen Körperbild betroffen?

Jeder Mensch kann von einem negativen Körperbild betroffen sein – Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche. Einschneidende Ereignisse wie Schwangerschaft, Krankheit, Invalidität und Operationen können sich unabhängig von der Altersstufe auf das Körperbild auswirken. Darüber hinaus gibt es Lebensabschnitte, die Störungen im Körperbild begünstigen. Junge Menschen leiden besonders häufig unter einem negativen Körperbild.

In der Pubertät beispielsweise erfahren Jungen wie Mädchen in verhältnismäßig kurzer Zeit eine dramatische körperliche Veränderung. Es kann für beide Geschlechter schwierig sein, sich an die inneren und äußeren Veränderungen ihres Körpers anzupassen. Ein negatives Körperbild wirkt sich auf Jungen und Mädchen unterschiedlich aus.

Verschiedene Studien kommen zu sehr ähnlichen Aussagen:

  • Die Unzufriedenheit mit dem Körperbild steigt bei Kindern mit zunehmendem Alter an; Mädchen sind davon stärker betroffen als Jungen.
  • In der Pubertät ist Körperunzufriedenheit bei Mädchen wesentlich häufiger als bei Jungen.

Das mag daran liegen, dass die körperliche Veränderung in der Pubertät bei Mädchen dem unrealistischen Körperideal der gegenwärtigen Kultur, also übermäßiger Schlankheit, zuwiderläuft. Die Jungen hingegen scheint die Pubertät dem momentanen gesellschaftlichen Ideal von Maskulinität näherzubringen. Allerdings zeigen neuere Erkenntnisse im Bereich der Körperbildstörung, dass die Muskelsucht (Muscle Dysmorphia) gerade bei den Jungen stark am Zunehmen ist und vermehrt auch junge Männer mit ihrem Körperbild unzufrieden sind.

Wodurch entsteht ein negatives Körperbild?

Manche Personen empfinden den Druck, dem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen, als sehr hoch. Wichtige Einflüsse und Faktoren, die zu diesem Druck beitragen, sind unter anderem:

Das kulturelle Schönheitsideal, wie es die Massenmedien häufig kommunizieren

  • Das körperliche Schönheitsideal hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt. Im Mittelalter galt beispielsweise ein molliger und üppig sinnlicher weiblicher Körper als attraktiv, weil er Wohlstand und Fruchtbarkeit symbolisierte. Heute wird für Frauen vorwiegend das Ideal von Schlankheit propagiert. Von Männern wird zunehmend verlangt, ebenfalls schlank, gleichzeitig aber auch muskulös zu sein.
  • Die aktuellen Schönheitsideale sind weitgehend unrealistisch und für die meisten Menschen nicht erreichbar. Sie lassen sich mehrheitlich nur auf Bildern durch digitale Bearbeitung herstellen. Die unerreichbaren Schönheitsideale schädigen das physische und psychische Wohlbefinden vieler Menschen, insbesondere das von Jugendlichen.
  • Diese Schönheitsideale werden gehäuft über die Massenmedien kommuniziert. Dementsprechend sind wir nahezu überall von Abbildungen vermeintlich idealer Körperformen umgeben. Manche dieser Bilder sind so gestaltet, dass es quasi unmöglich ist, ihnen gerecht zu werden. Die Schönheitsindustrie verfolgt damit wirtschaftliche Interessen. Sie will uns dazu drängen, ihre Produkte zu kaufen und unerreichbaren Schönheitsidealen nachzueifern.

Soziale Botschaften

  • Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde, Gleichaltrige und Lehrpersonen vermitteln soziale Botschaften, die sich positiv oder negativ auf das Körperbild eines Menschen auswirken können.
  • Insbesondere Eltern können großen Einfluss auf das Körperbild nehmen und ihr Kind entweder davor schützen, eine Unzufriedenheit mit dem Körper zu entwickeln, oder dazu beitragen.
  • Kopiert eine Person das auf einem negativen Körperbild beruhende Verhalten von Freundinnen und Freunden oder Familienmitgliedern (zum Beispiel ungesundes Essverhalten, Diät- oder übermäßiges Trainingsverhalten, ständiges Thematisieren eigener Schönheitsfehler), kann dies das eigene Körperbild negativ beeinflussen.

Individuelle Persönlichkeitsmerkmale

Manche Menschen sind für die Entwicklung eines negativen Körperbildes anfälliger als andere. Auch die persönlichen Eigenheiten einer Person können zu einer Unzufriedenheit mit dem Körperbild führen. Besonders von einem negativen Körperbild betroffen sind Menschen, die

  • möchten, dass alles perfekt ist,
  • leicht beeinflussbar sind,
  • dazu neigen, sich mit anderen zu vergleichen,
  • dazu neigen, sich so zu sehen, wie sie ihrer Ansicht nach von anderen gesehen werden.

Gezieltes Handeln ist gefragt (v.a. für Angehörige)

  • Kinder sollten dahin begleitet werden, dass sie sich verbunden und gestärkt mit ihrem Körper fühlen. Gleichzeitig sollen sie zu einem achtsamen Umgang mit ihrem Körper angeregt werden, damit sie langfristig einen gesunden Körper haben.
  • Verbannt in eurer familiären Kommunikation „Hänseleien“ und Kommentare basierend auf dem Aussehen in der Familie, um einen Raum für Akzeptanz des eigenen Körpers deines Kindes zu schaffen, indem du vor allem nicht über deine eigenen körperlichen Sorgen sprechen (z. Bsp. eigene Unzufriedenheit mit dem Gewicht, Diät-Ideen, Sport- und Bewegung als „Pflicht“ zu thematisieren usw.)
  • Erzähle deinem Kind oft darüber, was du an ihm oder ihr schätzt, was nichts mit dem Aussehen zu tun hat – so hilfst du deinem Kind, ein vom Körper(erleben) unabhängigeres Selbstgefühl aufzubauen, in dem das Aussehen nur ein Aspekt unter vielen ist.
  • Lerne, gegenüber deinem Kind zu betonen, wozu ein gesunder Körper alles in der Lage ist, welche Aufgaben er im Alltag zu bewältigen hat (Wachstum, Hormone etc.) und wie nützlich es ist, auf Körpersignale (Frieren, Erschöpfung usw.) zu hören.
  • Hilf deinem Kind dabei, eine gesunde Medienkompetenz zu entwickeln, indem du verdeutlichst, dass Abbildungen in sozialen Medien immer nur eine subjektive Wirklichkeit darstellen und zur Entwicklung eines unrealistischen Körperideals beitragen (gezielte Motivauswahl, Bildbearbeitung usw.).
Illustration eines Gehirns

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